Der Abschnitt Sägmühle - Iggenhausen


deutsch [ vorherige Seite ]

April 2011

Vor dem Bahnübergang in Iggenhausen mußte ein Schacht gesetzt werden, um den Abzugsgraben verlegen zu können,.

 (Größe ca. 73kB) Auf den vorherigen Bildern vom Gleisbau mag es dem Einen oder Anderen schon aufgefallen sein, kurz vor dem BÜ Iggenhausen hängen die Schwellenköpfe sozusagen in der Luft, hier nochmal genauer zu sehen.
Der Grund dafür ist dieses Abzugsrohr, das den Bahngraben unter dem Bahndamm durch entwässert. Aus statischen Gründen muß dieses Rohr eine Mindesttiefe unter dem Gleis haben, dadurch wurde der Graben sehr tief und damit ober sehr breit. Zu breit, um das Gleis noch daran vorbei führen zu können.  (Größe ca. 76kB)

Die Lösung dieses Problems ist ein Schacht, der vor das Rohr gesetzt wird, dann kann der Graben teilweise verfüllt werden.

 (Größe ca. 85kB) Im März begannen wir, das Fundament für den Schacht auszuheben, was durch den felsigen Boden und die Enge im Graben recht mühsam war.
Aus Stampfbeton wurde ein ca. 30 cm starke Fundamentplatte betoniert, die nicht nur den Schacht tragen muß, sondern auch den Druck des Bahndamms aufnehmen muß.  (Größe ca. 86kB)
 (Größe ca. 60kB) Hier nochmal das Fundament vom Gleis aus gesehen.
Die Schachtringe liegen zum Einbau bereit. Einer davon wiegt gut eine halbe Tonne. Von Hand können die nicht verbaut werden, das ging nur mit Hilfe unseres Radladers.  (Größe ca. 55kB)
 (Größe ca. 64kB) Der Schacht ist fertig, der Graben wird bis auf die Höhe des 2. Schachtrings verfüllt, die Grabensohle wird rechts an die Böschung verlegt um links ausreichend Platz für das Planum zu bekommen.
Das im Graben gelegentlich fließende Niederschlagswasser wird mit einem kurzen Rohrstück in den Schacht eingeleitet.
Das Abzugsrohr wurde mit einem 45 Grad Bogen in den Schacht eingeführt und kann vom Schacht aus geprüft und gereinigt werden.  (Größe ca. 49kB)

Als nächstes wird nun der Graben verfüllt und verdichtet und die neue, dann höherliegende Grabensohle in den Schacht eingeführt.

Juni 2011

Viele der nachfolgenden Bilder hat mir unser Vereinsmitglied Benjamin Rusche zur Verfügung gestellt, da ich keine Bilder machen konnte, ich saß den ganzen Tag im Radlader. Vielen Dank dafür.

Einfüllen von Erdmaterial (Größe ca. 51kB)
© 2011 Benjamin Rusche
Der Graben wird verfüllt, zuerst wird bindiges Erdmaterial eingebracht....
und mit der Rüttelwalze verdichtet. Verdichten mit der Rüttelwalze (Größe ca. 47kB)
© 2011 Benjamin Rusche
KFT Einbringen (Größe ca. 50kB)
© 2011 Benjamin Rusche
Darauf kommt dann KFT, die Kalk Frostschutz Tragschicht, die ebenfalls gewalzt wird.
Zum Schluß der eigentliche Gleisschotter, der für große Staubwolken sorgte. Das Problem mit dem Radlader war, das Material nah genug ans Gleis zu bringen, um möglichst wenig Handarbeit verrichten zu müssen, aber zu weit vor durfte der Lader auch nicht, deswegen hat der Einweiser den Lader bis an die Böschungskante dirigiert, die von der Fahrerkabine nicht einsehbar war. Schotter einbringen (Größe ca. 52kB)
© 2011 Benjamin Rusche
Gleis verschieben und Schotter verteilen (Größe ca. 71kB)
© 2011 Benjamin Rusche
Schotter und KFT mußten ja unter die Schwellen und dort verdichtet werden, dazu wurde das Gleis kurzerhand zur Seite gerückt, wie hier gut zu sehen ist.
Dann wurde das Gleis wieder an den ursprünglichen Platz zurückgeschoben, diese interessante 'Doppelbelichtung' zeigt den Arbeitsvorgang. Gleisrückemaschine in Aktion (Größe ca. 57kB)
© 2011 Benjamin Rusche
Was früher mehrere Mann mit Knippstangen, Winden und viel 'Hau-Ruck' und noch mehr Schweiß gemacht haben, erledigt ab sofort eine Gleisrückemaschine, die wir mit einem Motorschaden und in Regelspurausführung bekommen haben. Nach einem Austausch des Motors und dem Herausschneiden von 43,5 cm aus dem Rahmen können wir jetzt unser Gleis bequem hin- und her schieben.
1. fahrt auf sicherem Untergrund (Größe ca. 45kB)
© 2011 Benjamin Rusche
Natürlich muß die neue, sichere Gleislage auch gleich mal von unserem Triebwagen überprüft werden.
Am Schacht sieht man deutlich, wie viel hier aufgefüllt wurde. Noch fehlt hier das Einlaufrohr. Übersicht vor Feierabend (Größe ca. 58kB)
Das Einlaufrohr (Größe ca. 73kB) In der Zwischenzeit ist auch das Einlaufrohr in den Schacht eingeführt und das Rohrende mit Natursteinen ummauert. Nun können wir so nach und nach die doch recht steile Böschung durch Auffüllen von Erdmaterial abflachen und auch den recht auffälligen Schacht zum Teil kaschieren. Aus diesem Grund haben wir das Einlaufrohr auch recht lang ausgeführt.
Auch einen Deckel hat der Schacht jetzt bekommen, wie man sieht, ist der Deckel nicht neu, sondern hat schon ziemlich Patina angesetzt, er war schon mehrere Jahrzehnte woanders eingebaut und wurde hier wiederverwendet.
Hoffen wir, daß der Schacht bis zur Eröffnung der Strecke auch etwas unauffäliger aussieht.
Schachtdeckel (Größe ca. 66kB)

deutsch [ vorherige Seite ]

Copyright © 2011 Gerald Stempel, Gerald.Stempel@t-online.de
[ Letzte Aktualisierung 15.06.2011 Gerald Stempel ]